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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 09. Mai 2012

Bericht: Wenn die Posaunen einfrieren

Zum siebten Mal zog am frühen Samstagabend der Dämmerumzug durch Lippach. 25 Gruppen waren der Einladung des Sportvereins gefolgt. Bei den eisigen Temperaturen standen aber nur recht wenige Zuschauer am Straßenrand. Die meisten zog es noch vor Ende des Umzugs in die beheizte Turnhalle zur Faschingsparty.

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Westhausen-Lippach. Das Thermometer zeigt minus zehn Grad und die Temperatur fällt weiter, sobald am frühen Abend die Sonne verschwunden ist. Drei Kanonenschüsse fallen und die Gruppen setzen sich mit etwas Verspätung am Sportplatz oben in Bewegung und gehen die Hauptstraße hinunter.
Die Lippacher Nachtruagala in ihrem ausgefallenen Echtfellhäs führen den Zug mit Fackeln hinein in die Dämmerung. Wer bei der ausgelassenen Gruppe keine Fackel trägt, hat die Hände frei, um Zuschauer ins mitgebrachte Netz zu stecken und ein Stück mitzunehmen. Die Lippacher Frösche hüpfen nicht in ihren mitgebrachten Teich, ist auch zu kalt dafür. Die jungen Leute aus der Hütte Sechtenhausen machen es ganz geschickt und lassen sich von einem Traktor ihr beheiztes Zweitheim durch Lippach ziehen. Auch viele Motivwagen sind dieses Jahr dabei. Die Mitglieder der EHS Sederndorf kommen als Riesenbabys verkleidet. Ebenfalls sind viele Maskengruppen wie die „Neunam’r Oichgoischd’r“ mit aufwändig gestalteten Fastnachtsgesichtern der Einladung nach Lippach gefolgt. Dazwischen spielen Gugga fetzige Musik, allerdings nicht ohne Probleme mit der Kälte.
Den „Fachsenfelder Schlossgugga“ sind nach der Hälfte der Strecke schon die Posaunen eingefroren. Da wundert es auch nicht, dass der Ansager am Dorfplatz noch vor Ende des Umzugs verkünden muss, dass wegen Überfüllung niemand mehr zur Faschingsparty in die Turnhalle eingelassen wird. Dort ist es eben wärmer.

 © Schwäbische Post 05.02.2012

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